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Teurere Schauspielhaus- und BoSy-Tickets sollen 600.000 EUR mehr für die freie Szene bringen. 

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Die STADTGESTALTER wollen im Kulturhaushalt andere Akzente als die Verwaltung setzen. Die sozialliberale Wählervereinigung will den Mittelansatz für die freie Kulturszene in Bochum um mehr als 30% erhöhen und damit die negativen Auswirkungen der Inflation in der Kulturlandschaft bekämpfen. „Eine Kompensation der Mehrausgaben wird über höhere Ticketpreise in den Top-Sitzplatzkategorien bei den Symphonikern und dem Schauspielhaus realisiert. Basis-Tickets hingegen sollen günstig bleiben“, sagt Ratsmitglied Dr. Carsten Bachert. 

„Die hohe Inflation wird sich auch auf die Bochumer Kulturbetriebe niederschlagen. Die Erhöhung der Mittel für die freie Szene von jährlich 2%, die als Inflationsausgleich dienen soll, verdampft aktuell wie ein Tropfen auf dem heißen Stein. Wir hatten gehofft, dass die Verwaltung diesen Inflationsausgleich an die tatsächlichen Gegebenheiten anpasst, aber das ist nicht geschehen“, kritisiert Dr. Bachert. 600.000 EUR jährlich sollen nach Ansicht der STADTGESTALTER zusätzlich für Bochums freie Kulturszene fließen. 

„Da der Haushalt kein Wunschkonzert ist, machen wir einen seriösen Vorschlag zur Gegenfinanzierung. Wir wollen die Kostendeckung bei Schauspielhaus und Symphonikern um jeweils 300.000 EUR erhöhen. Die Ticketpreise in den Top-Kategorien sollen entsprechend steigen“, sagt Dr. Bachert. „Aktuell kosten die besten Kategorien in beiden Häusern teilweise deutlich unter 40 EUR pro Ticket. Die Qualität beider Kulturangebote rechtfertigen durchaus höhere Preise für die besten Plätze“, argumentiert Dr. Bachert. „Die günstigen Kategorien sollen unverändert bleiben, um auch Menschen mit geringerem Einkommen weiterhin Teilhabe zu ermöglichen“, stellt Dr. Bachert klar.

„Statt wie bislang geplant 2,1 Mio. EUR erhält die freie Szene durch die von uns vorgeschlagene Querfinanzierung 2,7 Mio. EUR“, so Dr. Bachert. 

Bislang solle das Schauspielhaus laut Wirtschaftsplan 2023/2024 rund 985.000 EUR durch die Vermarktung seiner Vorstellungen einnehmen. Bei den Symphonikern würden die Tickets gem. aktuellen Haushaltsentwurf 1.425.000 EUR einspielen. 

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