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Bochumer Integrations-App für Flüchtlinge nicht in ukrainischer Sprache verfügbar. 

Bochumer Integrations-App für Flüchtlinge nicht in ukrainischer Sprache verfügbar. 
März 30
16:07 2022

„Die von Studenten der TU München entwickelte App „Integreat“ wird von vielen Kommunen genutzt, um Flüchtlingen und Migranten eine zentrale und digitale Übersicht über alle wichtigen städtischen Informationen in verschiedenen Sprachen anzubieten. Auch Bochum setzt auf das Integreat-Angebot. In der aktuellen Flüchtlings-Situation hilft das aber wenig. Ausgerechnet die Übersetzungen in ukrainischer und russischer Sprache fehlen in der App“, kritisiert Dr. Volker Steude, Ratsmitglied der STADTGESTALTER. 

„Es ist ja positiv, dass die Stadt eine digitale App in der Flüchtlingsarbeit nutzt und mit entsprechenden Informationen bespielt“, lobt Dr. Steude. „Wenn das die Zielgruppe dann ‚am anderen Ende der Leitung’ in weiten Teilen gar nicht lesen und verstehen kann, verfehlt die App ihren Sinn.“

https://integreat.app/bochum/de

„Neben Sprachen aus dem arabischen Raum sowie Deutsch und Englisch unterstützt die Bochumer Version der App Kurdisch, Französisch, Rumänisch und Türkisch. Ausschließlich spezielle Corona-Informationen sind noch zusätzlich auf Polnisch und Russisch verfügbar. Ein Angebot für Ukrainisch fehlt völlig“, erklärt Dr. Steude. 

„Sicher werden auch einige Flüchtende Englisch sprechen, aber in der Regel wird in der Ukraine eben Ukrainisch und Russisch gesprochen. Eine Übersetzung in diese beiden Sprachen sollte für die Bochumer Integreat-App schnellstmöglich nachgeholt werden“, regen die STADTGESTALTER an. Dr. Steude hat dazu bereits eine Anfrage zur Sitzung des Rates am 01.04.2022 eingereicht, um die Verwaltung auf das Problem aufmerksam zu machen und Abhilfe zu schaffen. 

„Andere Kommunen wie Höxter, Viersen und Olpe waren da übrigens schneller und bieten bereits ein Angebot auf Integreat im Ukrainisch an. Schade, dass Bochum da nicht genau so schnell war“, so STADTGESTALTER Dr. Steude abschließend. 

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Die KOLUMNE vom finsteren Zauberer

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    Autofahrer für Dezibel

    Na, super. Kaum hatte ich diese Kolumne geschrieben, schon war sie wieder obsolet. Jetzt muss ich sie umschreiben, damit es irgendwie wieder passt. Das Grundthema ändere ich aber trotzdem nicht. Ällabätsch! Das Problem ist, dass die AfD Bochum sich urplötzlich zerstreuselt hat. Jetzt haben wir da statt dessen eine umbenannte Truppe mit gleichem Personal namens FFB in Bochumer Stadtrat. Über diese Merkwürdigkeit werde ich berichten, sobald ich etwas darüber weiß oder vermute. Die Thema dieser Kolumne war und ist jedenfalls ein zurückliegendes Geschehen in Wattenscheid. Die Ereignisse da sind aufs Engste verknüpft mit eben jener „AfD“, die sich in dem Moment auch noch so nannte. Diese wird von vielen Menschen gehasst und gefürchtet, von mir selbst jedoch nicht richtig ernst genommen. Den Teil werde ich voraussichtlich in Zukunft auch oft ähnlich halten. Also: In Wattenscheid gibt das ja auch so gerade eben so eine Bezirksvertretung, wo höchst lokale Politiker über… Weiterlesen …. 

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