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STADTGESTALTER wollen Kreuzung in Wattenscheid-Höntrop umgestalten.

STADTGESTALTER wollen Kreuzung in Wattenscheid-Höntrop umgestalten.
April 04
13:54 2022

„Die Kreuzung der Westfälischen Str., der Emilstr. und der Alten Post ist unübersichtlich und überdimensioniert gestaltet. Mit einer Umgestaltung und Tempo 30 wollen wir die Sicherheit für Fußgänger*innen erhöhen. Wegfallende Straßenflächen bieten Raum für mehr Stadtgrün,“ schildert Nikolas Lange, Verkehrsexperte der STADTGESTALTER und Mitglied im Ausschuss für Mobilität und Infrastruktur. 

„Die drei Arme der Emilstraße für Rechts- und Linksabbieger sowie für den Geradeausverkehr komplizieren diese Kreuzung unnötig. Diese Unübersichtlichkeit gefährdet insbesondere Fußgänger*innen, die dort die Straßenseiten queren wollen“, sagt Lange und gibt damit Hans-Josef Winkler von der UWG recht. Dass die Verwaltung sei drei Jahren mögliche Verbesserungen prüfen wolle, sei auch nach Ansicht der STADTGESTALTER nicht nachvollziehbar. 

Lange habe gemeinsam mit seinem Stellvertreter im Mobilitätsausschuss, dem Verkehrsingenieur Tobias Penoni, innerhalb eines Tages eine Lösung erarbeitet. „Die drei Arme der Emilstraße für Rechts- und Linksabbieger sowie für den Geradeausverkehr wollen wir zu einer Fahrbahn zusammenfassen. Diese werden nicht gebraucht und gerade der ‚freie Rechtsabbieger‘ stellt grundsätzlich eine Gefahr für Radfahrende dar“, so Lange und Penoni. 

„Durch diese Bündelung wird nicht nur die Übersicht deutlich verbessert, sondern auch die Verkehrsfläche verkleinert. Den gewonnenen Raum schlagen wir für eine Begrünung vor. Davon haben die Anwohner*innen dann auch ein Plus an Lebens- und Aufenthaltsqualität“, argumentieren die beiden STADTGESTALTER.

„Einige Autos kürzen derzeit von der Höntroper Str. über die Westfälische Str. zum Wattenscheider Hellweg ab, um sich die Ampel an der Kreuzung Höntroper Str./Wattenscheider Hellweg zu sparen. Da es auf der Westfälischen Str. keine Geschwindigkeitsbegrenzung gibt, wird man dazu direkt eingeladen. Mit einer Tempo-30-Zone und Berliner Kissen  auf der Westfälischen Str. machen wir die Abkürzung für Kfz unattraktiv und entlasten den Bereich vom Verkehr. Das bringt mehr Sicherheiten und senkt die Emissionsbelastung in der Nachbarschaft. Zusätzlich wird die Sicherheit mit Tempo-30 auf der Westfälischen Str. insgesamt erhöht, da diese grundsätzlich kurvig, beparkt und eng bebaut ist“, sagt Penoni.

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Die KOLUMNE vom finsteren Zauberer

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    Autofahrer für Dezibel

    Na, super. Kaum hatte ich diese Kolumne geschrieben, schon war sie wieder obsolet. Jetzt muss ich sie umschreiben, damit es irgendwie wieder passt. Das Grundthema ändere ich aber trotzdem nicht. Ällabätsch! Das Problem ist, dass die AfD Bochum sich urplötzlich zerstreuselt hat. Jetzt haben wir da statt dessen eine umbenannte Truppe mit gleichem Personal namens FFB in Bochumer Stadtrat. Über diese Merkwürdigkeit werde ich berichten, sobald ich etwas darüber weiß oder vermute. Die Thema dieser Kolumne war und ist jedenfalls ein zurückliegendes Geschehen in Wattenscheid. Die Ereignisse da sind aufs Engste verknüpft mit eben jener „AfD“, die sich in dem Moment auch noch so nannte. Diese wird von vielen Menschen gehasst und gefürchtet, von mir selbst jedoch nicht richtig ernst genommen. Den Teil werde ich voraussichtlich in Zukunft auch oft ähnlich halten. Also: In Wattenscheid gibt das ja auch so gerade eben so eine Bezirksvertretung, wo höchst lokale Politiker über… Weiterlesen …. 

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