Start STADTRAT Mobile Wanderbäume sollen graue Straßen temporär begrünen. 

Mobile Wanderbäume sollen graue Straßen temporär begrünen. 

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“Viele Menschen wünschen sich mehr Stadtbegrünung. Mit ‚Wanderbäumen‘ wollen wir triste Ecken lebenswerter machen und zeigen, wie Straßen attraktiver gestaltet werden können. Der Clou ist: Die ‚Wanderbäume‘ sind mobil und können alle vier bis acht Wochen eine andere Stelle begrünen. Platz finden die eingefassten Pflanzen auf Parkplätzen“, erklärt Ratsmitglied Dr. Carsten Bachert die Idee der STADTGESTALTER. Neben anderen Kommunen setzt auch Bochums Nachbarstadt Hattingen auf „Wanderbäume“. 

„Wanderbäume sind quasi große Topfpflanzen, die in großen Schubkarren-Konstruktionen versetzbar sind“, erläutert Dr. Bachert. „Natürlich geht es bei den ‚Wanderbäumen’ nicht um stattliche Eichen. Zum Einsatz kommen vielmehr Obstbäume und Bienenweiden, die von Hand versetzbar sind. Die mobilen Konstruktion bieten oftmals auch Sitzgelegenheiten, um es sich mitten in der Stadt im Grünen bequem zu machen“.

„Mit den ‚Wanderbäumen‘ kann man daher insbesondere die Stadtteile bunter machen, in denen bisher Beton, Asphalt und Autos das Straßenbild prägen. Wanderbäume zeigen, wie man Hitzeinseln verschatten und neue angenehme Treffpunkte im öffentlichen Raum schaffen kann“, so Dr. Bachert. 

Die STADTGESTALTER verweisen auf viele deutsche Städte, die das Wanderbaum-Projekt bereits in unterschiedlicher Weise erfolgreich umsetzen. Vorreiter sei hier München, wo seit 1992 mobile Bäume durch die Quartiere ziehen. In den letzten Jahren folgten z.B. auch Köln, Stuttgart und Hannover. „Die Stadt Bochum könnte auch bei ihrer Nachbarkommune Hattingen anklingeln, um Tipps für ‚Wanderbäume‘ zu bekommen. Dort ziehen seit seit letztem Jahr 12 mobile Bäume durch die Straßen“, so Dr. Bachert.

„Der eine oder andere Anwohner wird kritisieren, dass damit ein bis zwei Parkplätze vorübergehend belegt werden. Aber es ist ja gerade das Ziel der Aktion, zu zeigen, wie viel lebenswerter ein Quartier wird, wenn man den Straßenraum attraktiv gestaltet, anstatt nur Kfz darauf abzustellen“, argumentiert Dr. Bachert. „Mit dieser temporären Begrünung wollen wir damit Überzeugungsarbeit leisten und Menschen von einem anderen Ansatz der Quartiersgestaltung gewinnen.“

Die Fraktion PARTEI/STADTGESTALTER stellte im Ausschuss für Mobilität und Infrastruktur am 06.04.2022 eine entsprechende Anfrage

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