BOjournal

Beitrag

Mobile Wanderbäume sollen graue Straßen temporär begrünen. 

Foto: Greencity.de

Mobile Wanderbäume sollen graue Straßen temporär begrünen. 
April 21
11:59 2022

“Viele Menschen wünschen sich mehr Stadtbegrünung. Mit ‚Wanderbäumen‘ wollen wir triste Ecken lebenswerter machen und zeigen, wie Straßen attraktiver gestaltet werden können. Der Clou ist: Die ‚Wanderbäume‘ sind mobil und können alle vier bis acht Wochen eine andere Stelle begrünen. Platz finden die eingefassten Pflanzen auf Parkplätzen“, erklärt Ratsmitglied Dr. Carsten Bachert die Idee der STADTGESTALTER. Neben anderen Kommunen setzt auch Bochums Nachbarstadt Hattingen auf „Wanderbäume“. 

„Wanderbäume sind quasi große Topfpflanzen, die in großen Schubkarren-Konstruktionen versetzbar sind“, erläutert Dr. Bachert. „Natürlich geht es bei den ‚Wanderbäumen’ nicht um stattliche Eichen. Zum Einsatz kommen vielmehr Obstbäume und Bienenweiden, die von Hand versetzbar sind. Die mobilen Konstruktion bieten oftmals auch Sitzgelegenheiten, um es sich mitten in der Stadt im Grünen bequem zu machen“.

„Mit den ‚Wanderbäumen‘ kann man daher insbesondere die Stadtteile bunter machen, in denen bisher Beton, Asphalt und Autos das Straßenbild prägen. Wanderbäume zeigen, wie man Hitzeinseln verschatten und neue angenehme Treffpunkte im öffentlichen Raum schaffen kann“, so Dr. Bachert. 

Die STADTGESTALTER verweisen auf viele deutsche Städte, die das Wanderbaum-Projekt bereits in unterschiedlicher Weise erfolgreich umsetzen. Vorreiter sei hier München, wo seit 1992 mobile Bäume durch die Quartiere ziehen. In den letzten Jahren folgten z.B. auch Köln, Stuttgart und Hannover. „Die Stadt Bochum könnte auch bei ihrer Nachbarkommune Hattingen anklingeln, um Tipps für ‚Wanderbäume‘ zu bekommen. Dort ziehen seit seit letztem Jahr 12 mobile Bäume durch die Straßen“, so Dr. Bachert.

„Der eine oder andere Anwohner wird kritisieren, dass damit ein bis zwei Parkplätze vorübergehend belegt werden. Aber es ist ja gerade das Ziel der Aktion, zu zeigen, wie viel lebenswerter ein Quartier wird, wenn man den Straßenraum attraktiv gestaltet, anstatt nur Kfz darauf abzustellen“, argumentiert Dr. Bachert. „Mit dieser temporären Begrünung wollen wir damit Überzeugungsarbeit leisten und Menschen von einem anderen Ansatz der Quartiersgestaltung gewinnen.“

Die Fraktion PARTEI/STADTGESTALTER stellte im Ausschuss für Mobilität und Infrastruktur am 06.04.2022 eine entsprechende Anfrage

Über den Autor

Dennis Rademacher

Dennis Rademacher

Geschäftsführer der Fraktion "Die PARTEI & Die STADTGESTALTER" im Rat der Stadt Bochum

Ähnliche Beiträge

0 Kommentare

Bisher keine Kommentare!

Bisher keine Kommentare. Möchten Sie einen Kommentar schreiben?

Schreib einen Kommentar

Schreibe einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Suche

Die KOLUMNE vom finsteren Zauberer

  • Post thumbnail

    Autofahrer für Dezibel

    Na, super. Kaum hatte ich diese Kolumne geschrieben, schon war sie wieder obsolet. Jetzt muss ich sie umschreiben, damit es irgendwie wieder passt. Das Grundthema ändere ich aber trotzdem nicht. Ällabätsch! Das Problem ist, dass die AfD Bochum sich urplötzlich zerstreuselt hat. Jetzt haben wir da statt dessen eine umbenannte Truppe mit gleichem Personal namens FFB in Bochumer Stadtrat. Über diese Merkwürdigkeit werde ich berichten, sobald ich etwas darüber weiß oder vermute. Die Thema dieser Kolumne war und ist jedenfalls ein zurückliegendes Geschehen in Wattenscheid. Die Ereignisse da sind aufs Engste verknüpft mit eben jener „AfD“, die sich in dem Moment auch noch so nannte. Diese wird von vielen Menschen gehasst und gefürchtet, von mir selbst jedoch nicht richtig ernst genommen. Den Teil werde ich voraussichtlich in Zukunft auch oft ähnlich halten. Also: In Wattenscheid gibt das ja auch so gerade eben so eine Bezirksvertretung, wo höchst lokale Politiker über… Weiterlesen …. 

GERN GESLESEN